|
20.06.2004 Neun Euro für Deutschland |
ein Bericht erschienen in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
In der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung veröffentlichte der Autor Gerd Hübner am 20.06.2004 einen Artikel über den regen Zulauf von Sportwetten in Deutschland. Hübner führt darin insbesondere aus: „ So ist kaum verwunderlich, dass das Geschäft mit Sportwetten boomt. Nach Angaben von Hubertus Bardt vom Deutschen Institut der Wirtschaft in Köln hat allein der staatliche Anbieter von Sportwetten, Oddset, im vergangenen Jahr rund 463,5 Millionen Euro umgesetzt. Im Jahr 1999 war es gerade mal ein Drittel. Für diese Jahr wird nach Aussage von Bardt für Oddset sowie die vier zugelassenen deutschen privaten Wettbüros ein Umsatz von rund 700 Millionen Euro erwartet. Das lockt neue Wettbewerber an. Viele ausländische Wettbüros umwerben im Internet deutsche Sportfans – allerdings zur Zeit noch illegal. „Es gibt derzeit weder für private Anbieter aus dem In- noch aus dem Ausland eine Möglichkeit, eine Zulassung zu bekommen“, erläutern die Rechtsanwälte Wulf Hambach und Martin Arendts von der Anwaltskanzlei Arendts Anwälte in München. Mit der Lizenz soll sichergestellt werden, dass schwarze Schafe ausgeschlossen werden. Es werden aber auch seriöse Wettbüros, die durch bessere Quoten und neue innovative Angebote für mehr Wettbewerb sorgen könnten, vom Markt ferngehalten. „Stammt die Lizenz aus einem der EU-Staaten, dann können Kunden davon ausgehen, dass es sich um ein seriöses Wettbüro handelt“, sagt Hambach.“ Weiterhin führt Hübner aus, dass es kaum eine Sportart gebe, auf die nicht gewettet werden könne. Auch die Arten der Wetten seien sehr unterschiedlich: Nicht nur Ergebnisse seien entscheidend, sondern auch einzelne Ereignisse im Spiel selbst, wie z.B. welcher Spieler die erste gelbe Karte erhält. Die Art, an den Wetten teilzunehmen, wird von Hübner ebenfalls dargestellt: Der Wettteilnehmer eröffnet ein Online-Konto, auf das er entweder per Kreditkarte oder per Überweisung Geld einzahlt. Dann kann der Teilnehmer auf einzelne Sportergebnisse wetten, aber auch an System- und Kombiwetten teilnehmen. In aller Regel muss der Spieler pro Einzeltipp einen Mindesteinsatz leisten, der dann wieder Auswirkungen auf die Höhe des möglichen Gewinnes hat. Hübner schließt seinen Artikel mit der Anmerkung, dass sich ein Vergleich der Gewinnquoten der einzelnen Wettbüros durchaus lohne, da z.T. pro eingesetztem Euro bis zu einem Drittel mehr Gewinn ausbezahlt werde. |